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Der eigene Wachskreislauf


Wachsgewinnung - Wachs Klären - Wachsverarbeitung

Der eigene Wachskreislauf lohnt!Bienenwachs ist ein wertvolles Gut!

Alljährlich gehen viele Zentner gutes Bienenwachs für die Imker und auch für die Wirtschaft verloren, indem leerstehende Beuten oft mit den Waben im Bienenhaus stehen. Nach spätestens einem Jahr sind danach alle Waben von den Wachsmotten vernichtet worden. Dies darf aber nicht sein! Alte Waben sind immer sorgfältig aus dem Rähmchen auszuschneiden, einzuschmelzen, oder einer wachsverarbeitenden Firma zuzuführen. Der Imker wird diese Gelegenheit nutzen, um beim Fachhandel die Altwaben umzutauschen und gegen eine Umarbeitungsgebühr Mittelwände entgegenzunehmen.

TIPP: Verschwenden Sie nichts! Bei jeder Volkskontrolle sollte man sich angewöhnen, alle Wachsüberbauten abzuschaben und in eine Dose oder ein Kästchen zu geben. Man wird sehr bald überrascht sein, welche Wachsmengen sich hierbei im Laufe des Jahres ansammeln und durch Einschmelzen gewonnen werden können.

Junges Wachs, gesunde Bienen

Schon aus Gründen der Bienengesundheit sollte man das Wachs im Volk nicht zu alt werden lassen - Keime und andere Erreger können sich über die Zeit ansammeln und so die Gesundheit Ihrer Bienen gefährden.

Alter, dunkler, nicht mehr durchscheinender Wabenbau sollte baldigst aus den Völkern entnommen werden, denn er birgt sehr oft viele Krankheitserreger (Nosema) und es werden innerhalb der Zellen dieser Altwaben immer kleinere Bienen erzeugt, weil durch die Puppenhäutchen der vorausgegangenen Brutgänge die Einzelzellen immer kleiner und enger werden.

Kleinere Bienen aber sind weniger leistungsfähig und auch viel anfälliger gegen Krankheiten. Auch als Vorratszellen (Honigwaben) sollten diese schwarzen und schweren Waben nicht mehr verwendet werden.

Der Honig...

Die Qualität des Honigs aus nicht oder nur wenig bebrüteten Waben ist sehr viel höher, als Honig aus schwarzen Waben.

Man mache einmal den Versuch, und lege eine schwarze Wabe bei Regenwetter auf den Rasen. Nach 1-3 Tagen schüttelt und schlägt man das in den Zellen sich angesammelte Regenwasser heraus in einen hellen Behälter. Man wird überrascht sein, welch eine dunkle Brühe da herauskommt. Dies sind Schmutzteilchen, welche in den Zellen, durch die einzelnen Brutgespinste der Bienenmaden festgehalten, jetzt aber durch das Wasser gelöst, heraus geschwemmt werden. Ähnlich ist es auch mit dem Honig, der in solchen alten, schwarzen Waben lagert. Auch er löst (da wässerige Substanz) diese Schmutzteilchen an und vermischt sich mit ihnen.


Das eigene Wachs

Eine lohnende Investition: ein guter SonnenwachsschmelzerFür jeden Imker lohnt er sich also: der eigene Wachskreislauf und die selbst hergestellte Mittelwand kann den Imker zu Recht mit Stolz erfüllen. Und wer imkert schon um dann die kleinen Naturwunder verkommen zu lassen, die die Bienen uns schenken?

Die Wachsgewinnung

Um aus dem anfallenden Wabenmaterial das Rohwachs zu gewinnen gibt es, je nach Größe der eigenen Imkerei und Anspruch an die Effektivität der Ausbeute, verschiedene Methoden und Gerätschaften.

Immer gleich bleibt, dass die Waben eingeschmolzen werden um das Wachs von den Rähmchendrähten, Verunreinigungen und Rückständen der Bienen wie Kokonhüllen zu befreien. Man unterscheidet hierbei grundsätzlich 2 Methoden: die Trockenschmelzung und die Feuchtschmelzung.

1. Trockenschmelzung

In der warmen Jahreszeit bietet sich vor allem für kleinere bis mittlere Imkereien die Nutzung eines Sonnenwachsschmelzers, wie unserem Taunus-Sonnenwachsschmelzer mit Drehständer A 3774 an.

Ein großer Vorteil der Methode ist, dass keine weitere Energiequelle benötigt wird. Insbesondere für sparsame und umweltbewußte Imker empfiehlt sich diese Methode also.

Auch ist der Sonnenwachsschmelzer ein sehr gutes Hilfsmittel, um unbebrütetes Wachs mit Hilfe der Sonnenwärme einzuschmelzen und zu Wachsblöcken werden zu lassen. Baurahmenwaben, ob mit oder ohne Maden, werden im Sonnenwachsschmelzer bei sommerlicher Sonne wunderbares Wachs bringen, das von jeder Wachsverarbeitungsstelle gerne angenommen wird. Der Umtauschsatz zu Mittelwänden ist bei solchermaßen ausgelassenem Wachs (fast bodensatzfrei) sehr hoch und damit auch sehr begehrt.

Für die kleinere und mittlere Imkerei ideal: unser Kleinwachsschmelzer.2. Feuchtschmelzung

Bei der Feuchtschmelzung werden die Waben in Wasser ausgekocht, bzw mit Dampf zum Schmelzen gebracht.

Gerade bei der Dampfwachsschmelzung erhält man bereits sehr sauberes Wachs: das Wachs wird in bodennähe des Gerätes abgelassen und ist so bereits frei von aufschwimmenden Verunreinigungen.

Dampfwachsschmelzer rentieren sich vor allem dann, wenn man sein Wachs nicht in den Sommermonaten ausschmelzen kann. Mit dem Dampfwachsschmelzer ist man zeitlich unabhängig und kann problemlos ganze Rähmchen ausschmelzen, ohne dass die Waben ausgeschnitten werden müssten. Das lästige Drahten der Rähmchen kann entfallen.

Hierbei leistet schon unser Einsteigermodell, der Taunus-Kleinwachsschmelzer “Edelstahl” A 3789 mit Dampfmeister A 3780 sehr gute Dienste, auch in größeren Imkereien.

Zum anderen können wir voller Überzeugung den Dampfwachsschmelzer “Apitotal” empfehlen, den es gas- und strombetrieben gibt. Er fasst bis zu 30 Waben und leistet uns gute Dienste in unserer Taunus-Großimkerei.

Egal ob zur Mittelwandherstellung oder für Kerzen - Sie sollten Ihr Wachs klären!Das Wachs Klären

Wollen Sie Ihr Wachs zur Produktion eigener Mittelwände verwenden, sollte das Wachs idealerweise entseucht werden um sicher zu gehen, dass sich Keime und Sporen nicht von Saison zu Saison ansammeln. Für die Kerzenherstellung muss das Wachs bestmöglich geklärt werden um ein gleichmäßiges abbrennen der Kerzen zu gewährleisten.

Prinzipiell wird hierzu das Wachs in einem geeigneten Behälter, z.B. aus Edelstahl, mit etwas Wasser einige Zeit flüssig gehalten. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Temperatur etwa 90° C nicht übersteigt um ein Aufkochen und Überlaufen (Feuergefahr!) zu vermeiden. Die einen Verunreinigungen steigen auf, die anderen setzen sich ab. Beim langsamen erkalten bleibt so eine “Schmutzschicht”, die vom Wachsboden - z.B. mit einem Stockmeißel - entfernt werden kann.

Idealer und komfortabler Weise benutzt man einen doppelwandigen Wachsschmelztopf mit beheiztem Ölbad, wie zum Beispiel unseren Wachsklärbehälter A 3781. Auch die Feuergefahr wird so minimiert. Und höhere Temperaturen, zum Beispiel um das Wachs zu entseuchen, sind möglich.

Der Klärbehälter hat in entsprechender Höhe einen Ablasshahn zum Abziehen des sauberen Bienenwachses und einen Ablass für Schmutzablagerungen an der tiefsten Stelle des Wachsbehälters. Einschalten, abwarten, ablassen - fertig.

Schnell und komfortabel arbeiten: unsere Mittelwandgießformen.Wachsverarbeitung

Die meisten Imker werden Ihr Wachs zur Mittelwand- oder Kerzenherstellung verwenden. Im industriellen Bereich wird - neben der Bienenwirtschaft selbst und eben der Kerzenherstellung - Bienenwachs vor allem noch in der Kosmetikindustrie verwendet. Im wesentlichen haben aber künstliche Wachse das Bienenwachs verdrängt, da Sie günstiger sind und sich für verschiedene Anwendungen auch unterschiedlich herstellen lassen. Doch zurück zu unserem schönen Hobby!

Die Mittelwandherstellung

Seine eigenen Mittelwände stellt man am besten und komfortabelsten mit einer wassergekühlten Mittelwandgießform her, wie auch wir Sie in vielen Wabenmaßen und in höchster WSE-Qualität anbieten. Mit einer solchen Gießform lassen sich 60-70 Mittelwände pro Stunde herstellen!

Das Prinzip kann man sich als kühlendes Waffeleisen vorstellen. Das Wachs wird zwischen zwei nicht haftenden Formplatten zum Erkalten gebracht. Erhitzt wird das Wachs in einem Wachstopf - idealer Weise aus Edelstahl - wie unserem A 3761, der im Wasserbad (in einem größeren Topf auf einer Elektro-Kochstelle beispielsweise) auf Temperatur gehalten wird.

Kerzengießen

Zum Kerzengießen mit Bienenwachs eignen sich besonders Gießformen aus Silikonkautschuk, wie auch wir sie in hunderten von Ausführungen anbieten.

Noch Fragen? Dann fragen Sie einfach!

Wir beraten Sie gerne beim Aufbau Ihres eigenen Wachskreislaufs und auch hierüber hinaus bei allen imkerlichen Fragen.