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Königinnen erfolgreich zusetzen - ein paar Tipps


Hier ein paar Beispiele für ZusetzkäfigeDas Zusetzen einer neuen Königin ist immer ein kritischer Moment für das Bienenvolk. Unabhängig davon, ob ein Volk natürlich weisellos wurde oder ob der Imker einfach eine jüngere Königin einsetzen will empfiehlt es sich hier besonders achtsam vorzugehen.

Wir möchten versuchen Ihnen hier eine kleine Hilfestellung zu bieten!

Eine Königin im Volk zusetzen:

Damit eine Königin auch von Ihrem Bienenvolk angenommen wird müssen Sie einige wichtige Dinge beachten:

  • Es darf keine Königin im Volk sein!
  • Es dürfen keine Weisel- oder Nachschaffungszellen vorhanden sein!
  • Es sollte möglichst keine offene Brut geben.
  • Wenn Sie selbst umweiseln sollte Ihr Volk mindestens 2 Stunden vor dem Zusetzen weissellos sein, besser jedoch länger. Der Zusetzerfolg (gerade im Sommer) steigt, wenn Sie das Volk länger weisellos lassen - zum Beispiel auch eine Woche lang - dann müssen Sie jedoch Weisel- bzw Nachschaffungszellen gewissenhaft vor dem Zusetzen entfernen!

Ist man unsicher, ob eine Königin im Volk ist, führt man eine Weiselprobe durch. Sie müssen sicher sein, dass das zu beweiselnde Volk wirklich keine Königin mehr hat. Das Zusetzen begatteter Königinnen kann ausschließlich in Völkern gelingen, die wirklich weisellos sind. Es darf also auch keine alte oder junge, unbegattete Königin vorhanden sein. Sogar die alte tote Königin, am Bodenbrett liegend, genügt, um das Gelingen des Zusetzens zu vereiteln. Beachten Sie bitte: gerade bei Völkern, die nicht befriedigen, könnte eine junge Umweiselungskönigin vorhanden sein.

Die Weiselprobe: Man hängt also eine Wabe mit jungen Larven ein und kontrolliert nach 1 - 3 Tagen auf Nachschaffungszellen. Sind welche da, kann man zusetzen, nachdem man die Waben wieder entfernt hat. Sind keine Nachschaffungszellen vorhanden hat das Volk eine Königin und eine neue Königin würde 100% abgestochen werden!!!

Wenn sich das Volk nun als weisellos erweist kann eine neue, begattete Königin im Käfig (wir empfehlen den Taunus - Zusetzkäfig nach Miller bzw. Götz) zugesetzt werden. Nach 10 Tagen (eher einen Tag später, als einen früher - aber doch möglichst nach 10 Tagen) wird vorsichtig bei kühlem Wetter oder am frühen Morgen nachgesehen, ob der Zusetzkäfig leer ist und ob auf einer Wabe Eier sind. Sollten Sie Eier im Volk finden schließen Sie es umgehend wieder behutsam. Keinesfalls sollten Sie die Königin suchen bzw. finden wollen. Wenn Sie Eier auf einer Wabe gesehen haben ist alles ok und Sie sollten das Volk sofort wieder ruhig verschließen.

Die geringste Störung und Aufregung im Volke kann ein Anfallen und Abstechen der noch nicht mit dem Volke verwachsenen Königin zur Folge haben.

Das Zusetzen der Königin kann natürlich mit verschiedenen Methoden erfolgen. Die beste und sicherste Zusetzungsart einer neuen wertvollen Königin geschieht immer im sog. Kunstschwarm oder Sammelfegling. Man kann aber auch Brutableger (schnelle und sichere Methode) bilden oder die Königin direkt in das Volk zusetzen. (Diese Methode benötigt einige Erfahrung und ist für Anfänger nur bedingt geeignet). Es gibt sehr gute Zusetzkäfige wie z.B. unser Taunus-Zusetzkäfig Nr. A 4541, den Wohlgemuthkäfig Nr. A4560 und nicht zuzletzt den Nicot Zusetzkäfig in dem auch wir unsere Königin per Post versenden. Hängen Sie den Zusetzkäfig  zwischen 2 gedeckelte Brutwaben oder falls diese nicht im Volk vorhanden sind - in die Mitte des Volkes.

Denken Sie aber unbedingt daran, dass Sie anschließend nach dem Zusetzen wie oben erwähnt mindestens 10 Tage nicht in das Volk schauen. Sollten Sie noch spezielle Fragen zum Zusetzen der Königin haben, wenden Sie sich bitte an uns.

Weitere wichtige Hinweise: Ein Bienenvolk das eine begattete Königin hatte - egal ob Volk oder Ableger oder Begattungskästchen - wird Ihnen niemals eine unbegatte Königin annehmen. Ein buckelbrütiges Volk mit Afterweiseln kann man nicht umweiseln. Es wird Ihnen ebenfalls keine Königin annehmen. Hier sind besondere Vorarbeiten notwendig, damit Sie ein solches Volk noch „retten“ können.

Gerne beraten wir Sie wenn Sie Fachfragen dazu haben.