Wichtiger Hinweis vorweg:
Beachten Sie die in den Ländern unterschiedlichen Vorschriften bezüglich der Oxalsäure-Sublimation zur Varroabehandlung der Bienen.
Das Verdampfen von Oxalsäure ist aktuell in Deutschland nur mit Varroxal 0,71g /g Pulver für den Bienenstock erlaubt.
Die Behandlung mit Oxalsäurestreifen ist aktuell nur mit Calistrip Biox erlaubt!
Hier wollen wir Ihnen hier einen Überblick darüber geben, was Imker zur Behandlung der Varroamilbe
mit Verdampfung von Oxalsäure einsetzen können und dürfen.
Hier kommen Sie direkt zu den Produkten:
Uns ist bewußt, dass auch viele deutsche Imker mit der Verdampfung von Oxalsäure ihre Völker behandeln.
Aber wir müssen aus rechtlicher Sicht noch einmal ganz deutlich darauf hinweisen, dass die Verdampfung von Oxalsäure nur mit Varroxal 0,71g /g Pulver für den Bienenstock & die Behandlung mit den Streifen nur Calistrip Biox erlaubt / zugelassen ist.
Oxalsäurestreifen - Behandlungskonzept
mit
CALISTRIP® BIOX
CALISTRIP® BIOX 6,44 g Oxalsäuredihydrat pro Streifen – der erste und einzige in der EU zugelassenen Oxalsäurestreifen zur effektiven Bekämpfung der Varroamilbe. Einfach und zeitsparend in der Anwendung, stark in der Wirkung.
Die Streifen geben die Oxalsäure kontinuierlich über den direkten Kontakt mit den Bienen ab und sorgen so für eine zuverlässige Langzeitbehandlung über 6 Wochen– mit oder ohne Brut.
Wirkstoff: 6,44 g Oxalsäuredihydrat pro Streifen
Inhalt: 10 Streifen pro Beutel – ausreichend für 5 Bienenvölker
Dosierung: 2 Streifen pro Bienenvolk je Behandlung
Anwendungszeitraum: Während der Bienenaktivität, nicht in der Wintertraube
Wirkungsdauer: ca. 6 Wochen
Wartezeit für Honig: keine
Zulassung: In allen EU-Mitgliedsstaaten als Tierarzneimittel zugelassen
Anwendung & Dosierung
Streifen aus dem Beutel nehmen und die Schutzfolie auf einer Seite entfernen.
Länge einstellen:
Position A: für Dadant , DN 1,5, Zadant o.ä.
Position B: für Zander, DN oder Langstroth
Streifen senkrecht in die Wabengassen an den äußeren Brutwaben hängen.
Die Bienen verteilen den Wirkstoff durch ihre Putzaktivität über das gesamte Volk.
Nach 6 Wochen: Streifen entfernen und gemäß örtlicher Vorschriften entsorgen.
Wichtig: Behandlung nur bei aktiven Völkern durchführen, nicht bei Bildung der Wintertraube. Während der Anwendung keine Honigräume aufsetzen. Alle Völker am selben Stand sollten gleichzeitig behandelt werden.
Im Fall einer Reinvasion sollte eine Folgebehandlung nach 4 Wochen durcheführt werden.
Sicher, effektiv & zeitsparend
Mit Calistrip® Biox sparen Sie Zeit, vermeiden stressige Anwendungen mit Säurelösungen und erhalten eine gleichmäßige, temperaturunabhängige Abgabe des Wirkstoffs. Das macht diesen Oxalsäurestreifen zu einer modernen, praktischen und bienenschonenden Lösung für Ihre Varroa-Bekämpfung.
Die Varroabehandlung gehört zur jährlichen Betriebsweise in der Imkerei, sobald Honigbienen gehalten werden. Die Varroamilbe vermehrt sich in der verdeckelten Brut, schwächt Bienen und Brut und begünstigt Virusinfektionen. Ein Volk, das im Frühjahr kräftig wirkt, verliert im Spätsommer ohne Kontrolle schnell an Substanz. Genau deshalb braucht jede Imkerei ein klares, jahreszeitlich passendes Vorgehen: Befall messen, passende Methode auswählen, Behandlungserfolg prüfen und alle Anwendungen sauber dokumentieren.
Als Werner Seip Biozentrum GmbH & Co. KG kennen wir diese Fragen aus der Praxis unserer eigenen Imkerei, aus der Beratung im Ladengeschäft und aus vielen Gesprächen mit Hobbyimkern und Erwerbsimkereien. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie die Varroamilbe bekämpfen, welche Rolle Ameisensäure, Oxalsäure, Verdunster, Diagnosehilfen und biotechnische Verfahren spielen und warum das Wetter den Erfolg einer Varroabehandlung stark beeinflusst.
Warum die Varroamilbe den Jahresplan Ihrer Imkerei bestimmt
Varroa destructor parasitiert Honigbienen und vermehrt sich in der verdeckelten Brut. Die Milbe sitzt nicht nur sichtbar auf erwachsenen Bienen, sondern hält sich zu großen Teilen in den Brutzellen auf. Dort erreicht sie die nächste Bienengeneration, während die Imkerei von außen oft noch ein vitales Volk sieht. Die Varroose gilt in Europa deshalb als eine der größten Belastungen für Bienenvölker. Das Friedrich-Loeffler-Institut beschreibt Varroa destructor als äußeren Parasiten der Honigbiene, der sich in verdeckelten Brutzellen entwickelt und vermehrt. ([fli.de](https://www.fli.de/en/news/animal-disease-situation/bee-diseases/?utm_source=openai))
Eine gute Varroabehandlung beginnt nicht mit dem Mittel, sondern mit dem Verständnis für den Lebenszyklus der Milbe. Während viel Brut vorhanden ist, verstecken sich zahlreiche Milben unter den Zelldeckeln. Mittel, die nur auf den Bienen wirken, erreichen diesen Teil des Befalls nicht zuverlässig. In brutfreien Phasen hingegen sitzen die Milben auf den Bienen und reagieren deutlich besser auf oxalsäurehaltige Behandlungen. Darum unterscheiden erfahrene Imkereien zwischen Sommerbehandlung, Varroabehandlung im Herbst und Varroabehandlung im Winter.
Die wichtigste Praxisregel lautet: Nicht der Kalender allein steuert die Varroabehandlung, sondern Befall, Brutstatus, Witterung, Trachtende und Volksstärke. Ein Volk mit niedrigem Milbenfall braucht eine andere Führung als ein Volk mit starkem Befall, viel Brut und Räubereidruck am Stand.
Varroabehandlung beginnt mit Diagnose, nicht mit Aktionismus
Wer die Varroamilbe bekämpfen möchte, startet mit einer Befallskontrolle. Die Gemülldiagnose über die Bodeneinlage liefert einen praxistauglichen Überblick. Dazu legen Sie die Windel für mehrere Tage ein, zählen die gefallenen Milben und berechnen den Milbenfall pro Tag. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau beschreibt für die Gemülldiagnose eine Einlagezeit von sieben Tagen und die Berechnung aus gezählten Milben geteilt durch Beobachtungstage. ([lwg.bayern.de](https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/varroa_1_schadschwellen_bf.pdf))
Eine zweite Möglichkeit ist die Puderzuckermethode. Dabei entnehmen Sie eine definierte Bienenmenge, bestäuben die Bienen mit Puderzucker, schütteln Milben aus und berechnen den Befall. Diese Methode verlangt ruhiges Arbeiten, passende Ausrüstung und Erfahrung im Umgang mit Bienenproben. Für viele Hobbyimkereien bleibt die Gemülldiagnose der leichteste Einstieg, weil sie den natürlichen Milbenfall ohne Öffnen des Brutnestes sichtbar macht.
Für die praktische Kontrolle helfen passende Einschübe, Windeln und Diagnosehilfen. In unserem Shop finden Sie dafür den Bereich Varroabehandlung, Verdunster und Zubehör. Dort finden Sie Hilfsmittel, mit denen Befallskontrolle, Behandlung und Nachkontrolle sauber in die Betriebsweise passen.
Schadschwellen geben Orientierung für die Varroabehandlung
Schadschwellen helfen, Befunde einzuordnen. Die Werte unterscheiden sich nach Jahreszeit, Region, Volksentwicklung und Messmethode. Für den Sommer nennen mehrere Beratungskonzepte Schwellen, ab denen zeitnah gehandelt wird. Das Varroose-Bekämpfungskonzept Baden-Württemberg stuft mehr als 5 Milben pro Tag als erhöhten Befall, mehr als 10 Milben pro Tag als starken Befall und mehr als 20 Milben pro Tag als sehr starken Befall ein. ([mlr.baden-wuerttemberg.de](https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/PDFs/Tierschutz_und_Tiergesundheit/2020_06_Varroa_Ausdruck_Faltblatt.pdf))
Die LWG Bayern nennt für Juli einen natürlichen Milbenabfall von mehr als 10 Milben pro Tag als Wert, bei dem unmittelbar mit der Sommerbehandlung begonnen wird. ([lwg.bayern.de](https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/varroakonzept_medikament%C3%B6se_standardbehandlung_online.pdf?utm_source=openai)) Solche Zahlen ersetzen keine imkerliche Beobachtung, geben jedoch einen belastbaren Rahmen. Bei schwachen Völkern, Jungvölkern, Völkern mit auffälligen Bienen oder Verdacht auf Reinvasion ist ein früheres Eingreifen sinnvoll.
Die Nachkontrolle zählt genauso viel wie die Behandlung selbst. Der Milbenfall während der Behandlung zeigt, dass Milben fallen. Er beweist noch nicht, dass der Befall danach niedrig genug liegt. Die LWG Bayern weist ausdrücklich darauf hin, dass der Behandlungserfolg nur durch Nachkontrolle feststellbar ist und der Milbenfall während der Behandlung nur erste Hinweise liefert. ([lwg.bayern.de](https://www.lwg.bayern.de/varroa))
Der Jahresplan: Varroabehandlung im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter
Eine wirksame Varroabehandlung läuft über das ganze Bienenjahr. Im Frühjahr bremsen imkerliche Maßnahmen die Milbenvermehrung. Im Sommer folgt nach der Honigernte die Hauptentlastung. Im Herbst sichern Kontrollen die Winterbienen. Im Winter reduziert die Restentmilbung die Ausgangsbelastung für das nächste Jahr.
| Zeitraum | Ziel der Varroabehandlung | Typische Maßnahmen | Wichtige Kontrolle |
|---|---|---|---|
| Frühjahr | Milbenvermehrung bremsen | Drohnenbrut schneiden, Ableger bilden, Völker beobachten | Volksentwicklung, Brutbild, Befall bei Verdacht |
| Sommer nach Trachtende | Milbendruck senken und Winterbienen schützen | Ameisensäure, Brutentnahme, brutfreie Behandlung mit zugelassenem Oxalsäurepräparat | Gemülldiagnose vor und nach der Behandlung |
| Herbst | Reinvasion erkennen und Befall niedrig halten | Nachkontrolle, Folgebehandlung bei Bedarf, Fütterung im Blick behalten | Milbenfall, Räuberei, Volksstärke |
| Winter | Restentmilbung in brutfreier Phase | Oxalsäurepräparat nach Zulassung und Packungsbeilage | Brutfreiheit, Außentemperatur, Dokumentation |
Frühjahr: Die Milbenvermehrung früh ausbremsen
Im Frühjahr wirkt die Varroamilbe noch unscheinbar. Das Volk wächst, Tracht kommt herein, und das Brutnest dehnt sich aus. Genau mit der Brut wächst die Milbenpopulation. Drohnenbrut zieht Varroamilben stärker an als Arbeiterinnenbrut, weil sie länger verdeckelt bleibt. Die Entnahme verdeckelter Drohnenbrut reduziert Milben, bevor sie im Sommer zur Belastung werden.
Das Varroose-Bekämpfungskonzept Baden-Württemberg empfiehlt im Frühjahr die Nutzung von Drohnenbrut als Varroafalle und die Ablegerbildung, weil diese Maßnahmen die Befallsentwicklung bis zum Sommer bremsen. ([mlr.baden-wuerttemberg.de](https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/PDFs/Tierschutz_und_Tiergesundheit/2020_06_Varroa_Ausdruck_Faltblatt.pdf)) Für die Praxis heißt das: Baurahmen konsequent kontrollieren, verdeckelte Drohnenbrut rechtzeitig entnehmen und Ableger nicht sich selbst überlassen.
Wenn Sie Jungvölker aufbauen, achten Sie auf gesundes Wabenwerk und passende Beuten. Für die Volksentwicklung finden Sie bei uns 5-Waben-Ablegermagazine, die Ableger übersichtlich führen und Kontrollen erleichtern. Ein sauber geführter Ableger lässt sich bei Brutfreiheit gezielt behandeln und entwickelt sich mit geringerem Milbendruck.
Sommerbehandlung: Nach der Honigernte zählt jeder Tag
Die Varroabehandlung im Sommer gehört zu den wichtigsten Arbeiten nach der Honigernte. Zu diesem Zeitpunkt entstehen die Winterbienen oder deren Vorläufer. Ein zu hoher Milbendruck im Juli und August schädigt genau jene Bienen, die das Volk durch Herbst und Winter tragen. Wer zu lange wartet, behandelt zwar später noch Milben, rettet jedoch geschädigte Winterbienen nicht mehr vollständig.
Viele Konzepte setzen die erste Ameisensäurebehandlung nach Trachtende an. Das baden-württembergische Konzept nennt die erste Behandlung nach Trachtende, spätestens Ende Juli, und empfiehlt nach dem Einfüttern eine zweite Behandlung. Zugleich weist es darauf hin, dass Behandlungen während der Tracht nicht zulässig sind. ([mlr.baden-wuerttemberg.de](https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/PDFs/Tierschutz_und_Tiergesundheit/2020_06_Varroa_Ausdruck_Faltblatt.pdf))
Für die Sommerphase brauchen Sie drei Dinge: einen realistischen Befund, ein zum Volk passendes Verfahren und eine kontrollierbare Durchführung. Bei Wirtschaftsvölkern kommt häufig die Varroabehandlung mit Ameisensäure zum Einsatz, weil Ameisensäure über Verdunstung wirkt und auch Milben in verdeckelter Brut erreichen kann. Bei brutfreien Einheiten, Kunstschwärmen oder nach Brutentnahme eignet sich die Behandlung mit zugelassenen oxalsäurehaltigen Präparaten nach Packungsbeilage.
Varroabehandlung mit Ameisensäure: Wirkung, Wetter und Verdunster
Die Varroabehandlung mit Ameisensäure lebt von kontrollierter Verdunstung. Verdunstet zu wenig Säure, bleibt die Wirkung schwach. Verdunstet zu viel Säure, leiden Bienen, Brut und Königin. Deshalb passen Verdunster, Dochtgröße, Beutenvolumen, Außentemperatur und Volksstärke zusammen.
Ameisensäure wirkt temperaturabhängig. Das baden-württembergische Konzept nennt Tageshöchsttemperaturen über 20 °C als günstigen Rahmen und beschreibt Zielwerte für tägliche Verdunstungsmengen von 20 bis 25 ml bei einzargigen und 30 bis 40 ml bei zweizargigen Völkern. ([mlr.baden-wuerttemberg.de](https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/PDFs/Tierschutz_und_Tiergesundheit/2020_06_Varroa_Ausdruck_Faltblatt.pdf)) Angaben aus Behandlungskonzepten dienen als Orientierung; maßgeblich bleiben die Zulassung, die Packungsbeilage und die Anleitung des eingesetzten Verdunsters.
Bei uns finden Sie passende Ameisensäureverdunster und Zubehör für die Varroabehandlung. Ein guter Verdunster hilft, die Abgabe gleichmäßiger zu führen. Dennoch ersetzt Technik keine Kontrolle: Vor dem Einsatz prüfen Sie Wetterbericht, Futtervorrat, Volksstärke, Sitz des Volkes und Zustand der Königin.
Varroabehandlung und Wetter: Warum Temperatur, Luftfeuchte und Trachtende zusammengehören
Das Wetter beeinflusst die Varroabehandlung stärker, als viele Einsteiger vermuten. Bei kühlen Temperaturen verdunstet Ameisensäure zu schwach. Bei Hitze steigt die Verdunstungsrate. Hohe Luftfeuchtigkeit, Gewitterneigung und starker Regen beeinflussen die Wirkung zusätzlich. Eine Behandlung, die am falschen Tag startet, bringt Unruhe in die Völker und liefert häufig keinen sauberen Erfolg.
Planen Sie die Varroabehandlung deshalb nicht nach einem freien Nachmittag, sondern nach einem Wetterfenster. Prüfen Sie die Prognose für mehrere Tage. Behandeln Sie Wirtschaftsvölker erst nach Trachtende und ohne Honigräume. Halten Sie Fütterung und Varroabehandlung getrennt planbar, damit Futterabnahme, Verdunstung und Volksruhe nicht gegeneinander arbeiten.
Bei Beuten mit gutem Boden und passender Belüftung lässt sich die Kontrolle erleichtern. Für unsere Beutensysteme finden Sie unter Bienenkästen von Seip robuste Lösungen aus Holz und Kunststoff. Aus unserer Taunus-Imkerei wissen wir: Gute Beuten, saubere Böden und passende Einschübe sparen Zeit, wenn in der Saison mehrere Völker nacheinander kontrolliert werden.
Varroabehandlung mit Oxalsäure: stark in brutfreien Völkern
Oxalsäure wirkt vor allem auf Milben, die sich auf den Bienen befinden. Verdeckelte Brut schützt Milben vor dem direkten Kontakt. Deshalb erreicht die Varroabehandlung mit Oxalsäure ihren höchsten Nutzen in brutfreien Völkern, bei Kunstschwärmen, brutfreien Ablegern oder in der winterlichen Restentmilbung.
Stand Mai 2026 gilt für Deutschland: Verwenden Sie ausschließlich zugelassene Tierarzneimittel nach Packungsbeilage. Das BVL informierte 2024 über Varroxal 0,71 g/g Pulver für den Bienenstock, das im September 2023 zugelassen wurde. Die europäische Tierarzneimitteldatenbank führt Varroxal als autorisiert, nennt Oxalsäuredihydrat als Wirkstoff und zeigt als Verabreichungsweg unter anderem Nebulisation beziehungsweise Verdampfung über die Produktdokumente. ([bvl.bund.de](https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Fachmeldungen/05_tierarzneimittel/2024/2024_03_15_Fa_Varroxal.html?utm_source=openai))
Diese Änderung ist für viele Imkereien relevant, weil ältere Texte zur Oxalsäureverdampfung in Deutschland den damaligen Rechtsstand spiegeln. Heute zählt nicht die pauschale Aussage „Oxalsäure verdampfen“, sondern das konkrete zugelassene Präparat, die zugelassene Anwendung, das passende Gerät, die persönliche Schutzausrüstung und die Packungsbeilage. Für Produkte rund um dieses Thema finden Sie unsere Seite Oxalsäure für die zugelassene Varroabehandlung.
Varroabehandlung Oxalsäure verdampfen: Was Sie rechtlich und praktisch beachten
Die Suchanfrage „Varroabehandlung Oxalsäure verdampfen“ zeigt, wie groß das Interesse an dieser Methode ist. In der Praxis geht es um Sublimation beziehungsweise Verdampfung eines zugelassenen oxalsäurehaltigen Tierarzneimittels. Die Anwendung verlangt mehr Aufmerksamkeit als eine einfache Träufelbehandlung, weil Oxalsäuredampf die Atemwege reizt und Schutzmaßnahmen erfordert.
Für die Varroabehandlung mit Oxalsäureverdampfung gilt: Präparat, Dosierung, Häufigkeit, Gerät, Schutzkleidung und Wartezeit richten sich nach der Packungsbeilage. Freie Mischungen, technische Oxalsäure ohne Zulassung oder improvisierte Geräte gehören nicht in die verantwortungsvolle Imkerei. Wer die Varroamilbe bekämpfen möchte, schützt zuerst Bienen, Anwender und Honigqualität.
Bei der Verdampfung steht die Brutfreiheit im Mittelpunkt. In brütenden Völkern bleibt ein großer Teil der Milben in verdeckelten Zellen. Eine einmalige Behandlung wirkt dort nur auf phoretische Milben. Deshalb arbeiten manche Konzepte mit Brutentnahme, Käfigen der Königin oder anderen Verfahren, um ein brutfreies Behandlungsfenster zu schaffen. Solche Eingriffe brauchen Zeitplan, Erfahrung und eine ruhige Hand.
Varroabehandlung im Herbst: Reinvasion erkennen und Winterbienen schützen
Die Varroabehandlung im Herbst ist kein Automatismus, sondern eine Kontrollphase mit Handlungsbereitschaft. Nach der Sommerbehandlung sinkt der Milbendruck. Später steigt er durch Restvermehrung, Verflug, Räuberei oder Reinvasion erneut an. Ein Stand in einer Region mit vielen Imkereien zeigt im September und Oktober teils andere Werte als ein isolierter Stand.
Die LWG Bayern weist darauf hin, dass Reinvasion bis zur Einstellung des Flugbetriebs im Spätherbst auftreten und innerhalb kurzer Zeit kritisch werden kann. ([lwg.bayern.de](https://www.lwg.bayern.de/varroa)) Genau deshalb lohnt sich die Nachkontrolle. Wer im September annimmt, die Sommerbehandlung habe das Problem gelöst, übersieht mitunter einen zweiten Befallsanstieg.
Im Herbst prüfen Sie Milbenfall, Volksstärke, Futtervorrat und Brutumfang. Starker natürlicher Milbenfall, krabbelnde Bienen, verkrüppelte Flügel oder auffällige Brutbilder verlangen schnelle Einordnung. Bei Bedarf folgt eine geeignete Varroabehandlung nach zugelassenem Verfahren. Gleichzeitig sichern Sie die Einwinterung: ausreichend Futter, intakte Königin, passende Beutengröße und Schutz vor Räuberei.
Varroabehandlung im Winter: Restentmilbung bei Brutfreiheit
Die Varroabehandlung im Winter zielt auf eine niedrige Ausgangsbelastung im Folgejahr. In der brutfreien Phase sitzen die Milben auf den Bienen. Oxalsäurepräparate erreichen dann einen großen Teil des Befalls. Das baden-württembergische Konzept nennt den Dezember als Zeitraum für die Restentmilbung und beschreibt den höchsten Behandlungserfolg in der brutfreien Phase mit oxalsäurehaltigem Präparat. ([mlr.baden-wuerttemberg.de](https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/PDFs/Tierschutz_und_Tiergesundheit/2020_06_Varroa_Ausdruck_Faltblatt.pdf))
Vor der Winterbehandlung prüfen Sie Brutfreiheit und Wetter. Völker, die wegen milder Winter durchbrüten, erschweren die Restentmilbung. Je nach Region, Genetik, Standort und Witterung verschiebt sich das passende Zeitfenster. Eine starre Behandlung an einem festen Datum passt daher nicht zu jedem Stand.
Für die Dokumentation gilt: Der Einsatz von Arzneimitteln gegen Varroose ist seit 28. Januar 2022 bei allen eingesetzten Medikamenten zu dokumentieren; die LWG nennt zusätzlich die Stockkarte als Teil guter fachlicher Praxis. ([lwg.bayern.de](https://www.lwg.bayern.de/varroa)) Notieren Sie Datum, Volk, Mittel, Charge, Dosierung nach Packungsbeilage, Anwender, Wetter und Beobachtungen. Diese Routine schützt vor Fehlern und hilft im Folgejahr bei der Planung.
Varroabehandlung Wärme: Chancen und Grenzen biotechnischer Verfahren
Die Varroabehandlung mit Wärme spricht Imkereien an, die Rückstände vermeiden und chemische Anwendungen reduzieren möchten. Wärmeverfahren setzen darauf, Milben thermisch stärker zu belasten als Bienenbrut oder erwachsene Bienen. Die Methode verlangt exakte Temperaturführung, passende Geräte und Erfahrung. Zu niedrige Temperaturen liefern geringe Wirkung, zu hohe Temperaturen schädigen Brut oder Bienen.
Wärmeverfahren ersetzen nicht automatisch die Jahresplanung. Sie passen eher als Baustein in ein Gesamtkonzept. Wer die Varroamilbe bekämpfen möchte, kombiniert Diagnose, biotechnische Eingriffe, zugelassene Behandlungsmittel und Nachkontrollen. Drohnenbrutentnahme, Brutentnahme, Käfigen der Königin und Kunstschwarmbildung greifen ebenfalls in die Milbenentwicklung ein und schaffen Behandlungsfenster mit geringerer Brutdeckung.
Für Anfänger ist die Varroabehandlung mit Ameisensäure oder Oxalsäure nach anerkannten Konzepten häufig leichter beherrschbar. Wärmebehandlung verlangt diszipliniertes Arbeiten, ein gutes Gerät und die Bereitschaft, Ergebnis und Nebenwirkungen zu kontrollieren.
Varroabehandlung neu: Was sich in der Praxis ändert
„Was ist neu bei der Varroabehandlung?“ Diese Frage hören wir häufig. Neu ist weniger ein einzelnes Wundermittel, sondern die stärkere Kombination aus Diagnose, zugelassenen Präparaten, biotechnischen Verfahren und sauberer Dokumentation. Zusätzlich hat die Zulassung oxalsäurehaltiger Präparate für weitere Anwendungsarten den Handlungsspielraum erweitert, sofern Produkt und Packungsbeilage dies abdecken. ([bvl.bund.de](https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Fachmeldungen/05_tierarzneimittel/2024/2024_03_15_Fa_Varroxal.html?utm_source=openai))
Moderne Varroabehandlung arbeitet weniger nach Bauchgefühl. Sie misst, plant und prüft. Digitale Stockkarten, Stockwaagen, bessere Verdunster, angepasste Beutensysteme und Schulungen erleichtern die Routine. Dennoch bleibt die Beobachtung am Flugloch wertvoll: Räuberei, Unruhe, schwache Völker oder auffälliger Totenfall geben Hinweise, die keine Tabelle ersetzt.
Wer seine Betriebsweise verbessern möchte, profitiert von klar strukturiertem Imkerwissen. Auf unserer Seite Infos zur Varroabehandlung finden Sie ergänzende Hinweise aus unserer bisherigen Beratung. Prüfen Sie bei älteren Angaben immer den aktuellen Rechtsstand und die Zulassung des verwendeten Präparats.
Häufige Fehler bei der Varroabehandlung
Viele Varroaschäden entstehen nicht durch völlige Untätigkeit, sondern durch kleine Fehler in der Abfolge. Ein zu später Start nach der Honigernte, fehlende Nachkontrolle oder eine Behandlung bei unpassendem Wetter reichen aus, um Winterbienen zu schwächen. Ein zweiter häufiger Fehler ist die Übertragung einer Methode auf jedes Volk am Stand. Ein Ableger, ein starkes Wirtschaftsvolk und ein brutfreier Kunstschwarm brauchen unterschiedliche Entscheidungen.
- Zu späte Sommerbehandlung: Winterbienen entstehen unter hohem Milbendruck und starten geschwächt in den Herbst.
- Keine Befallskontrolle: Die Imkerei behandelt blind und erkennt Reinvasion zu spät.
- Falsches Wetterfenster: Ameisensäure verdunstet zu stark oder zu schwach.
- Honigräume auf dem Volk: Varroabehandlung während der Tracht gefährdet die Honigqualität und verstößt gegen Behandlungsvorgaben.
- Keine Dokumentation: Arzneimitteleinsatz bleibt nicht nachvollziehbar.
- Unpassende Dosierung: Abweichungen von Packungsbeilage oder Verdunsteranleitung erhöhen Risiken.
Das passende Zubehör für eine kontrollierte Varroabehandlung
Gute Ausrüstung macht die Varroabehandlung planbarer. Verdunster, Schutzbrille, säurefeste Handschuhe, Dosierhilfen, Windeln, Stockkarten und passende Böden sparen Zeit und reduzieren Fehler. Gerade bei mehreren Völkern zählt Wiederholbarkeit. Wenn jeder Handgriff sitzt, bleibt mehr Aufmerksamkeit für die Bienen.
Für eine vollständige Ausstattung lohnt sich ein Blick auf unsere Kategorie für Varroabehandlung, Verdunster und Zubehör. Ergänzend finden Sie unter Beutenzubehör von A bis Z viele Teile, die Diagnose und Pflege erleichtern, etwa Bodeneinschübe, Fluglochschieber oder Abdeckungen.
Nach der Honigernte steht neben der Varroabehandlung die Fütterung an. Passende Futtergeschirre und Futterzargen finden Sie im Bereich Bienen füttern. Wer Behandlung und Fütterung sauber koordiniert, bringt die Völker ruhiger durch Spätsommer und Herbst.
Praxisplan: So strukturieren Sie Ihre Varroabehandlung am Bienenstand
Ein einfacher Ablauf hilft, den Überblick zu behalten. Legen Sie für jedes Volk eine Stockkarte an. Notieren Sie Volksstärke, Brutumfang, Honigernte, Futtergabe, Milbenfall, Behandlung und Nachkontrolle. Arbeiten Sie Stand für Stand, nicht hektisch Volk für Volk. So erkennen Sie Muster: Ein Stand mit hoher Reinvasion, eine Linie mit langer Brutdauer oder ein Standort mit starkem Räubereidruck.
- Vor Trachtende beobachten: Drohnenbrut schneiden, Ableger bilden, auffällige Völker markieren.
- Nach der Honigernte messen: Gemülldiagnose durchführen und Milbenfall pro Tag berechnen.
- Methode auswählen: Ameisensäure, brutfreies Oxalsäureverfahren oder biotechnische Maßnahme passend zum Volk wählen.
- Wetter prüfen: Temperatur, Luftfeuchte, Regen und Hitze in die Planung einbeziehen.
- Behandeln und dokumentieren: Mittel nach Packungsbeilage anwenden und Daten festhalten.
- Nachkontrolle durchführen: Zwei bis drei Wochen nach Behandlungsende erneut Milbenfall prüfen.
- Herbstwerte beobachten: Reinvasion erkennen, schwache Völker prüfen und Einwinterung sichern.
- Winterliche Restentmilbung planen: Brutfreiheit feststellen und zugelassenes Oxalsäurepräparat einsetzen.
Wenn Sie neu in der Imkerei starten, planen Sie die Varroabehandlung nicht isoliert. Beute, Wabenmaß, Fütterung, Königin, Ablegerbildung und Honigernte hängen zusammen. Für stabile Beutensysteme finden Sie bei uns unter Taunus-Zander-Beute komplett und Segeberger Beute komplett bewährte Lösungen für unterschiedliche Betriebsweisen.
Häufige Fragen zur Varroabehandlung
Wie oft soll man Bienen mit Ameisensäure behandeln?
Die Häufigkeit richtet sich nach Befall, Volkszustand, Methode, Wetter und Produktvorgaben. In vielen Konzepten erfolgt eine Ameisensäurebehandlung nach Trachtende und bei Bedarf eine zweite Behandlung nach der Auffütterung. Bei erhöhtem Milbenfall zeigt die Nachkontrolle, ob weitere Maßnahmen nötig sind. Maßgeblich sind zugelassene Präparate, Packungsbeilage und ein geeignetes Wetterfenster.
Was ist die neueste Varroabehandlung?
Die neueste Entwicklung ist kein einzelnes Allheilmittel, sondern die Kombination aus genauer Diagnose, biotechnischen Verfahren und zugelassenen Tierarzneimitteln. Für Deutschland ist relevant, dass Varroxal als oxalsäurehaltiges Präparat zugelassen wurde und Produktdokumente Anwendungswege wie Verdampfung beziehungsweise Nebulisation abbilden. Verwenden Sie bei jeder Varroabehandlung ausschließlich zugelassene Mittel nach Packungsbeilage. ([bvl.bund.de](https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Fachmeldungen/05_tierarzneimittel/2024/2024_03_15_Fa_Varroxal.html?utm_source=openai))
Wann ist die Varroabehandlung im Herbst sinnvoll?
Die Varroabehandlung im Herbst ist sinnvoll, wenn die Nachkontrolle nach der Sommerbehandlung erhöhten Milbenfall zeigt oder Reinvasion am Stand auftritt. Achten Sie im September und Oktober auf Milbenfall, Räuberei, schwache Völker und auffällige Bienen. Bei kühlem Wetter eignet sich Ameisensäure oft schlechter, sodass zugelassene oxalsäurehaltige Präparate oder andere erlaubte Verfahren nach Vorgabe geprüft werden.
Warum wirkt Oxalsäure bei brutfreien Völkern besser?
Oxalsäure erreicht vor allem Milben, die auf den Bienen sitzen. In verdeckelter Brut bleiben viele Milben geschützt. Bei Brutfreiheit befindet sich der Großteil der Varroamilben auf den erwachsenen Bienen, wodurch die Varroabehandlung mit Oxalsäure deutlich wirksamer ausfällt. Deshalb wird die Winterbehandlung häufig als Restentmilbung in der brutfreien Phase geplant.
Welche Rolle spielt das Wetter bei der Varroabehandlung mit Ameisensäure?
Das Wetter steuert die Verdunstung. Bei Kälte verdunstet Ameisensäure zu langsam, bei Hitze zu schnell. Prüfen Sie Temperatur, Luftfeuchte und Wettertrend vor dem Start. Ein passender Verdunster, korrekte Dochtgröße und die Beachtung der Packungsbeilage reduzieren Risiken für Bienen, Brut und Königin.
Wie erkenne ich, ob meine Varroabehandlung erfolgreich war?
Der Milbenfall während der Behandlung zeigt nur, dass Milben fallen. Der Behandlungserfolg zeigt sich erst in der Nachkontrolle. Führen Sie nach einer angemessenen Wartezeit erneut eine Gemülldiagnose durch und berechnen Sie den natürlichen Milbenfall pro Tag. Dokumentieren Sie Werte, Datum, Wetter und Volk, damit die nächste Varroabehandlung gezielter geplant wird.
Welche Ausrüstung hilft bei der Varroamilbenbekämpfung?
Für die Varroamilbenbekämpfung brauchen Sie Diagnosehilfen, Bodeneinlagen, Verdunster, Dosierhilfen, Schutzkleidung, Stockkarten und passende Behandlungsmittel. Für Ameisensäure zählen Verdunstungskontrolle und Wetterfenster. Für Oxalsäure zählen Brutfreiheit, zugelassenes Präparat, geeignetes Gerät und persönliche Schutzausrüstung.
Oxalsäure für Imker – Effektive Behandlung gegen Varroamilben
Willkommen bei Seip Imkereibedarf, Ihrem Spezialisten für alles rund um die Imkerei. Eine der effektivsten Lösungen im Kampf gegen die Varroamilbe ist der Einsatz von Oxalsäure. Als eines der bewährtesten Mittel zur Bekämpfung von Milbenbefall in Bienenvölkern wird Oxalsäure sowohl von Hobby- als auch von Profi-Imkern weltweit geschätzt. Wenn Sie Oxalsäure kaufen möchten, finden Sie bei uns hochwertige Produkte, die Ihnen helfen, Ihre Bienen gesund zu halten und die Ernte zu sichern.
Imker, die auf der Suche nach einer zuverlässigen und einfachen Methode zur Bekämpfung der Varroamilbe sind, kommen um den Einsatz von Oxalsäure kaum herum. In unserem Onlineshop bieten wir Ihnen verschiedene Formen der Oxalsäure an, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse als Imker abgestimmt sind. Erfahren Sie hier mehr über die Anwendung von Oxalsäuren und die Vorteile, die Sie durch den Kauf unserer Produkte erhalten.
Was ist Oxalsäure und wie hilft sie bei der Varroabehandlung?
Oxalsäure ist eine natürliche, organische Säure, die in vielen Pflanzen vorkommt, insbesondere in Oxalis-Arten (Sauerampfer). Sie wird in der Imkerei zur Behandlung der Varroamilbe eingesetzt, die das Bienenvolk befällt und ohne entsprechende Behandlung schwere Schäden anrichtet bis hin zum endgültigen Tod der Völker. Durch die Anwendung von Oxalsäure können Imker die Varroamilben effektiv bekämpfen und das Bienenvolk stabilisieren.
Oxalsäure wirken vor allem durch den direkten Kontakt mit den Milben, die sich in den Waben oder auf den Bienen befinden. Die Säure greift die Milben an und verhindert deren Vermehrung. Eine Behandlung mit Oxalsäure ist besonders wirksam in den Wintermonaten, wenn keine Brut vorhanden ist, da die Milben dann sichtbar sind und leichter erreicht werden können. Daher ist die Anwendung von Oxalsäure in der Winterbehandlung ein entscheidender Faktor für die Gesundheit Ihres Bienenvolks.
Warum Oxalsäure für die Varroabehandlung wählen?
Es gibt viele Gründe, warum sich Imker für den Einsatz von Oxalsäure entscheiden:
Effektive Milbenbekämpfung: Oxalsäure hat sich weltweit als sehr effektives Mittel zur Bekämpfung der Varroamilbe bewährt. Sie schadet der Milbe, ohne die Bienen zu schädigen.
Natürliche Lösung: Da Oxalsäure eine natürliche Substanz ist, ist sie für Imker, die ihre Bienen auf nachhaltige Weise unterstützen möchten, eine besonders gute Wahl. Sie schont die Umwelt und ist ein natürlicher Bestandteil vieler Pflanzen.
Einfache Anwendung: Die Anwendung von Oxalsäure ist einfach und unkompliziert. Sie kann entweder in flüssiger Form, in Tabletten- oder Pulverform (kristallin) oder als Sprühmittel angewendet werden.
Kostengünstig: Oxalsäure ist im Vergleich zu vielen anderen Behandlungsmethoden kostengünstig, was sie zu einer attraktiven Wahl für Hobby- und Profimker macht.
Vermeidung von Resistenzbildung: Im Gegensatz zu einigen chemischen Behandlungen hat Oxalsäure nicht das Risiko, dass die Milben eine Resistenz entwickeln. Das macht sie zu einem sicheren und langfristigen Mittel zur Bekämpfung von Varroa.
Unsere Oxalsäure-Produkte im Shop
In unserem Onlineshop bieten wir Ihnen hochwertige Oxalsäure für die Varroabehandlung an. Sie können zwischen verschiedenen Formen und Konzentrationen wählen, je nach Ihren individuellen Bedürfnissen als Imker. Egal, ob Sie Anfänger oder erfahrener Imker sind, wir haben die passende Lösung für Sie.
Oxalsäure-Pulver (Kristallin): Unsere Oxalsäure in Kristallform ist einfach anzuwenden und lässt sich leicht in Wasser lösen. Sie ist besonders effizient in der Verdampfung (Achtung: in Deutschland nur mit Varroxal erlaubt) und eignet sich hervorragend für die Anwendung im Winter oder nach der Honigernte (auch als Tabletten erhältlich).
Oxalsäure flüssig: Die flüssige Form der Oxalsäure kann direkt auf die Bienen gegeben werden, entweder durch Sprühen oder als Träufelbehandlung.
Oxalsäure kaufen bei Seip Imkereibedarf bedeutet, dass Sie ein zuverlässiges Produkt zu fairen Preisen erhalten. Unsere Oxalsäure-Produkte erfüllen die höchsten Qualitätsstandards. Überzeugen Sie sich selbst von der Wirksamkeit und Qualität unserer Oxalsäure und bestellen Sie noch heute!
Anwendung von Oxalsäure in der Imkerei
Die richtige Anwendung von Oxalsäure ist entscheidend, um eine erfolgreiche Behandlung Ihrer Bienenvölker zu gewährleisten. Hier sind einige grundlegende Hinweise zur Anwendung:
Zeitpunkt der Anwendung: Oxalsäure als Träufellösung muss im Winter eingesetzt werden, wenn das Bienenvolk brutfrei ist. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Milben am besten sichtbar sind und die Behandlung am effektivsten ist.
Dosierung: Achten Sie auf die richtige Dosierung. Zu viel Oxalsäure kann den Bienen schaden, während zu wenig die Milben nicht ausreichend bekämpft. Befolgen Sie immer die Anweisungen des Herstellers.
Sicherheit: Beim Umgang mit Oxalsäure ist es wichtig, Schutzkleidung zu tragen, da die Säure Haut und Augen reizen kann. Verwenden Sie Handschuhe und eine Schutzbrille, wenn Sie mit der Substanz arbeiten.
Vorteile von Oxalsäure gegenüber anderen Behandlungsmethoden
Im Vergleich zu anderen Varroabehandlungsmitteln bietet Oxalsäure mehrere Vorteile:
Kein Risiko für Resistenzen: Oxalsäure hat nicht das Problem der Resistenzbildung, das viele chemische Mittel plagen kann.
Keine Rückstände: Nach der Anwendung von Oxalsäure bleiben keine schädlichen Rückstände in der Beute oder im Honig zurück, was sie zu einer sicheren Wahl für ökologische Imkereien macht.
Einfaches Handling: Die Anwendung von Oxalsäure (Träufelung)erfordert keine speziellen Geräte oder Vorkenntnisse, was sie besonders für Anfänger geeignet macht. Bei der Verdampfung ist zusätzlich ein geeigneter Verdampfer notwendig.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Oxalsäure
1. Was ist Oxalsäure und wie funktioniert sie?
Oxalsäure ist eine natürliche Säure, die in vielen Pflanzen vorkommt. Sie wird in der Imkerei zur Bekämpfung der Varroamilbe eingesetzt, indem sie die Milben tötet, ohne den Bienen zu schaden.
2. Wie wende ich Oxalsäure an?
Oxalsäure kann als Kristalllösung, Sprühmittel oder in anderer flüssiger Form angewendet werden. Die Anwendung erfolgt meist durch Träufelbehandlung oder Verdampfen der Lösung.
3. Wann sollte ich Oxalsäure anwenden?
Oxalsäure wird vor allem im Winter angewendet, wenn die Bienenbrut minimal ist und die Milben am besten erreicht werden können.
4. Ist Oxalsäure sicher für die Bienen?
Ja, wenn sie korrekt angewendet wird, schadet Oxalsäure den Bienen nicht. Es ist jedoch wichtig, die Anweisungen des Herstellers zu befolgen und die richtige Dosierung zu verwenden.
5. Kann ich Oxalsäure bei allen Varroa-Befällen verwenden?
Ja, Oxalsäure eignet sich besonders für die Behandlung in der Winterzeit, wenn das Bienenvolk brutfrei ist.
6. Wie schnell wirkt Oxalsäure gegen die Milben?
Oxalsäure zeigt schnelle Ergebnisse, indem sie die Milben innerhalb weniger Tage nach der Anwendung abtötet.
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Das Verdampferstövchen besteht aus einem Gestell und einem in der Höhe verstellbaren Bodengitter aus Edelstahl.
Auf dieses Bodengitter wird ein Teelichtbecher aus Aluminium gestellt. In diesen Teelichtbecher werden 2 Gramm Oxalsäure-Dihydrat eingefüllt.
Das so vorbereitete Stövchen wird über ein, auf einer unbrennbaren Unterlage stehendes, brennendes Teelicht gestellt.
Die geringe Masse aller Bauteile führt dazu, dass die von dem Teelicht produzierte Wärme weitgehend zur Verdampfung
des Oxalsäuredihydrats zur Verfügung steht und dieses damit gut verdampft.
Es wird empfohlen, die eingestellte Höhe des Gitterbodens außerhalb eines Bienenstocks und ohne Oxalsäuredihydrat auf die richtige Höhe zu überprüfen.
Die Höhe sollte so eingestellt werden, dass die Flammenspitze des Teelichtes den Gitterboden nicht berührt. Sonst bildet sich Ruß. Dieses ist zu vermeiden.
Eine Höhe von 35 bis 40 mm hat sich mit den Teelichten, mit denen die Versuche gemacht wurden bewährt.
Da der Brennstoff der Teelichte unterschiedlich ist, sollte die Höheneinstellung trotzdem überprüft werden.
Ein leichte bräunliche Färbung des Edelstahles im Bereich der maximalen Erwärmung ist unproblematisch,
hierbei handelt es sich nicht um Ruß, sondern um eine sogennannte Anlassfarbe, die sich bildet, wenn Stahl erwärmt wird.
Der Lieferumfang ist nur das Verdampferstövchen aus Edelstahl und ein Teelichtbecher aus Aluminium.
Der auf dem Fotot gezeigte Untersatz kann preiswert bei uns oder in einem Baumarkt gekauft werden.
Sie benötigen noch ein Armierungsgewebe. Bei den Imkern im Ausland hat sich z.B. Propolis Gitter sehr gut bewährt.
Man kann Oxalsäuretabeltten oder auch Oxalsäurepulver benutzen.
Als Teelichte haben sich Teelichte aus der Dogerie Rossmann als optimal heraus gestellt.
Der Teelichtbecher aus Aluminium wird nach einiger Zeit vom Oxalsäure-Dihydrat angegriffen,
ist deshalb nur eine begrenzte Zeit haltbar und muss ausgetauscht werden.
Anwendung der Verdampferstövchen
Arbeiten Sie unbedingt mit einer angemessenen persönlichen Schutzausrüstung (Handschuhe, Atemschutzmaske, Schutzbrille usw.)
Stellen sie sicher, dass sich nur Personen im Gefahrenbereich befinden, die über die Gefahren informiert und in der Lage sind,
diesen körperlich und geistig angemessen zu begegnen (vor allem Vorsicht mit Kindern!)
Halten sie Wasser bereit um gegebenenfalls Oxalsäure abspülen zu können.
Achten Sie auf die Brandgefahr!
Beachten Sie die in den Ländern unterschiedlichen Vorschriften bezüglich der Oxalsäure-Sublimation zur Varroabehandlung der Bienen.
Unsere Informationen basieren auf Erfahrungswerten.
Da bei der Varroabekämpfung mittels der Oxalsäureverdampfung und der Anwendung der Verdampferstövchen viele Faktoren mitspielen,
auf die wir keinen Einfluss haben und die wir nicht kontrollieren können, lehnen wir jegliche Haftung
insbesondere bezüglich Imkergesundheit, Bienenschäden oder Brandschäden ab.
Die Anwendungshinweise beziehen sich auf Magazinbeuten aus Holz.
Bei Kunststoff / Schaumstoffbeuten muss vor der Anwendung geprüft werden, ob der Innendeckel die Temperatur aushält.
Bei unseren Taunus - Zander Beuten und unseren Segeberger Beuten gab es mit den Rossmann Teelichtern und den Stövchen in Verbindung mit
dem Keramik Untersetzer und Wasser, keinerlei Probleme.
U. U. muss statt des Schaumstoffdeckels mit einer provisorischen, aber dicht abschließenden Abdeckung aus Holz oder Blech gearbeitet werden.
Bei Trogbeuten muss durch konstruktive Maßnahmen ein Verdampferraum geschaffen werden, der bienendicht aber Oxalsäure-Dampf durchlässig die gleichmäßige Bedampfung der bienenbesetzten Waben ermöglicht (prov. Aufssatzzarge mit Deckel).
Die Verdampfung erfolgt in einer Leerzarge über der obersten Brutzarge.
Diese Zarge muss mindestens 200 mm hoch sein. Bei niedrigeren Zargen eventuell 2 Stück verwenden.
Der Boden der Beute muss geschlossen sein (Varroaschieber/Windel),
das Flugloch bleibt offen.
Nur wenn das Flugloch wie z. B. bei Ablegern üblich, sehr klein ist, sollte der Varroaschieber etwa 1 cm zurückgezogen werden, um eine ausreichende Frischluftzufuhr sicherzustellen.
Auf die Oberträger der obersten Brutzarge wird ein Gitter gelegt.
Dazu eignet sich z. B. Armierungsgewebe für die Anwendung im Außenbereich.
Dieses kostet im Baumarkt pro Rolle 10m lang / 1m breit etwa € 20,-.
Das Armierungsgewebe wird mit einer Schere so zugeschnitten, dass es die obere Brutzarge bienendicht abdeckt.
Selbstverständlich ist auch ein Gitter aus anderem Material geeignet, wenn es die nötige Durchlässigkeit für das Oxalsäuresublimat aufweist
und die Bienen sicher absperrt.
Gut bewährt hat sich auch ein Propolis Gitter, das von den Bienen nicht angefressen wird und dadurch noch mehr Sicherheit bietet.
Auf dieses Gitter wird die Leerzarge aufgesetzt.
In die Leerzarge auf das Armierungsgewebe wird der Untersatz des Stövchens,dazu eignet sich z. B. ein hitzebeständiger Blumentopf-Untersetzer aus Keramik - siehe Bild und daneben das Stövchen gestellt.
Dann wird der Untersatz mit einem Teelicht bestückt und mit Wasser, mindestens bis zur halben Höhe des Teelichtes aufgefüllt. Das Wasser ist unbedingt notwendig, es dient dazu, eine Überhitzung des Brennmaterials im Teelicht zu vermeiden.
Eine Überhitzung des Brennmaterials hätte eine verstärkte Flammenbildung zur Folge. (Brandschutz)
Dann wird das Stövchen mit ca. 2 gr. Oxalsäuredihydrat bestückt. Ob Tabletten oder Pulver verwendet wird, ist unerheblich. Das Stövchen wird neben den Untersetzer gestellt.
Auf diese Weise alle Beuten des Standes vorbereiten.
Dann die Windrichtung prüfen und an der windabgewandten Seite des Standes beginnen die Teelichte anzuzünden.
Dabei Teelicht anzünden, Stövchen über das Teelicht setzen, kurze Sichtprüfung, ob das Teelicht brennt. Innendeckel, Außendeckel und gegebenefalls Beschwerungsstein auflegen.
Bei der nächsten Beute genauso vorgehen.
Dabei zügig immer gegen den Wind arbeiten.
Wenn der Arbeitsablauf in der beschriebenen Weise erfolgt, ist der Imker schon ein Stück weit von den Beuten entfernt, bei denen die Sublimation im Gange ist und u. U. Sublimat aus der Beute austritt.
Die Gefahr für Gesundheitsschäden durch das Sublimat ist somit erheblich reduziert.
Windstille und ein Stabfeuerzeug erleichtern die Arbeit.
Nach einer gewissen Einarbeitung liegt der Zeitaufwand pro Volk
im Bereich einzelner Minuten.
Es empfiehlt sich, die Teelichte ausbrennen zu lassen und nicht mehrfach zu verwenden.
Wenn die Völker erst am darauffolgenden Tag geöffnet werden, hat sich das Sublimat weitgehend niedergeschlagen. Es muss aber auf die Sublimatniederschläge geachtet werden.
Wir empfehlen, damit der Imker mit den Oxalsäure Kristallen nicht in Berührung kommt, den Deckel, bzw. die Beute mindestens 3 Tage nicht zu öffnen und alle Arbeiten in dieser Zeit am Volk zu unterlassen !
Diese Niederschläge bilden sich bevorzugt am Innendeckel über dem Stövchen und als Flocken über dem Gitter. Diese Oxalsäureniederschläge vermindern nicht die Wirkung im Bienenvolk.
Es ist ausreichend wenn von den 2 g Oxalsäure 10 bis 20 % im Volk ankommt.
Es kann vorkommen, dass ein Teelicht nicht richtig brennt oder vorzeitig ausgeht.
Dann ist das Oxalsäuredihydrat nicht verdampft ist. In diesem Fall wird der Bedampfungsvorgang mit einem neuen Teelicht wiederholt.
Wenn dieses bei einer Blockbehandlung auftritt, wird diese einfach um einen Takt erweitert.
Da die Teelichte unterschiedlich sind, empfiehlt es sich, vor dem Kauf einer größeren Menge zu testen, ob die Teelichte eine brauchbare Flamme erzeugen. Es gibt Teelichte, die nur ein sehr kleines Flämmchen erzeugen, diese sind zur Oxalsäureverdampfung weniger geeignet. (Wir empfehlen aus Erfahrung die Teelichte von Rossmann)
!!!!! Außerdem verändern die Teelichte nach einiger Zeit ihr Brennverhalten. Fast immer sind die nach der Saison übrigbleibenden Restbestände im Folgejahr nicht mehr optimal !!!!!
Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle.
Erfahrungsgemäß verdampfen ca. 2 g Oxalsäuredihydrat ohne nennenswerte Bildung von Resublimat.
Bei größeren Mengen kann sich Resublimat bilden.
Dieses sieht aus wie Lockerschnee.
Die Verdampfung ist in diesem Fall trotz der Resublimatbildung wirkungsvoll.
Da davon ausgegangen werden kann, dass der größte Teil des Oxalsäuredihydrates verdampft ist.
Es muss aber geprüft werden, ob es sich wirklich um das lockere feinkristalline Resublimat oder das eher körnige grobkristalline Oxalsäuredihydrat handelt.
Wenn dieses vorliegt, hat die Verdampfung nicht funktioniert und sollte wiederholt werden.
Wetter und Temperatur:
Die Sommerbehandlung sollte an einem kühlen Tag oder am Abend nach weitgehender Beendigung des Bienenfluges durchgeführt werden.
Die Bedampfung im Herbst und Winter ist nach unserer Erfahrung dann am erfolgreichsten, wenn es einerseits so kalt ist, dass nur wenige Bienen fliegen, andererseits sollte es so warm sein, dass die Wintertraube nicht völlig kompakt sitzt. Der Oxalsäuredampf sollte alle Bienen, nicht nur die Außenbienen der Wintertraube erreichen. Durch die Wärme des Teelichtes lockert sich die Wintertraube etwas auf.
Günstig ist eine Temperatur mit wenigen + Graden und keinem Sonnenschein. Wenn die Temperatur noch so hoch ist, dass erheblicher Bienenflug stattfindet, sollte die Behandlung am Abend nach dessen Beendigung stattfinden.
Beim Entfernen der mit Oxalsäure kontaminierten Ausrüstungsteile nach Abschluss der Behandlung ist darauf zu achten, dass ein Transportbehältnis zur Verfügung steht, in dem die Teile sicher transportiert werden können. Die Oxalsäure kann mit Wasser abgewaschen werden.
Schauen Sie sich das Stövchen unter der Rubrik Oxalsäure Verdampfer in unserem Shop an.
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