Biene und ihre Feinde
Biene und ihren Feinde - eine Herausforderung.
Wo Honigbienen Nektar eintragen, lauern Räuber, Parasiten und Krankheitserreger. Als Taunus‑Imkerei Seip begleiten wir seit sieben Generationen Bienenstände in ganz Deutschland – und sehen täglich, wie gut geführte Völker selbst unter Druck vital bleiben.
Dieser Ratgeber richtet sich an Imker, die verstehen wollen, wer die wichtigsten Feinde der Honigbiene sind, was diese auszeichnet und wie Sie Ihre Völker in der Praxis schützen. Sie erhalten einen Überblick über natürliche Feinde wie Vögel, Wespen, Parasiten wie die Varroamilbe und die Bienenlaus, über invasive Arten wie die Asiatische Hornisse und über vom Menschen verursachte Belastungen.
1. Die Honigbiene – Lebensweise, Lebensraum und Verwundbarkeit
Bevor Sie die Feinde der Biene gezielt angehen, hilft ein Blick auf die Biologie der Honigbiene.
1.1 Lebensraum und Organisation des Volkes
Die westliche Honigbiene (Apis mellifera) lebt als hoch organisierter Superorganismus.
Im Volk herrscht eine klare Arbeitsteilung:
- Königin: Eiablage, Steuerung durch Pheromone.
- Arbeiterinnen: Brutpflege, Putzdienst, Wabenbau, Trachtflug, Verteidigung.
- Drohnen: Begattung der Jungköniginnen.
Diese Spezialisierung macht die Biene ausgesprochen leistungsfähig und gleichzeitig empfindlich gegenüber Störungen. Parasiten, die Brut und Pflegebienen treffen, stellen den gesamten Organismus infrage.
1.2 Was fressen Bienen – und was frisst Bienen?
Für eine klare Abgrenzung von „Biene und ihre Feinde“ lohnt ein Blick auf die Ernährung:
- Bienen fressen Nektar und Honigtau (Kohlenhydrate) sowie Pollen (Proteine, Fette, Vitamine, Mineralstoffe).
- Räuber fressen Bienen: Vögel wie Meisen oder Bienenfresser, Insekten wie Bienenwolf, Hornissen und Wespen, Spinnen und viele mehr. Dazu kommen Parasiten, die Biene oder Brut aussaugen.
Je besser Sie Futterangebot und Volksstärke im Blick behalten, desto robuster reagiert das Volk auf diese Belastungen. Leistungsfähige Völker mit ausreichend Futterreserven und guter Königin kompensieren Verluste deutlich besser als schwache Einheiten.
2. Natürliche Feinde der Biene – Räuber im Alltag der Imkerei
Zu den natürlichen Feinden der Biene zählen zahlreiche Vogel‑, Insekten‑ und Spinnenarten. Im ökologisch ausgewogenen Umfeld gleichen sich Verluste und Reproduktion meist aus. Problematisch wird es, wenn mehrere Stressfaktoren zusammentreffen oder invasive Arten in das System eindringen.
2.1 Welche Vögel fressen Bienen?
Viele Imker stellen sich die Frage: Welche Vögel fressen Bienen? In Mitteleuropa fallen vor allem folgende Arten ins Gewicht:
- Bienenfresser (Merops apiaster): Farbig gefiederter Zugvogel; spezialisiert auf stechende Insekten. Er greift fliegende Bienen im Anflug und betäubt sie durch Schlagen auf Äste.
- Meisen und Spatzen: Pickt gelegentlich Bienen von der Beutenfront, besonders bei niedrigen Temperaturen, wenn Flugbienen träge werden.
- Schwalben und Mauersegler: Nutzen Bienen als Teil des breiten Insektenmenüs.
Trotz lokaler Schäden an stark frequentierten Ständen spielt der Vogelprädator im Gesamtbild meist eine untergeordnete Rolle. Entscheidend für Sie als Imker bleibt eine gute Betriebsweise, damit das Volk solche Verluste verkraftet.
Praktische Tipps gegen Vogelprädation:
- Beuten nicht direkt vor hellen Hauswänden aufstellen, an denen Vögel optimal Bienen ablesen.
- In Durchzugsgebieten des Bienenfressers eher auf verstreute Standorte setzen.
- Flugbretter und Frontbereiche sauber halten, damit geschwächte Bienen nicht massenhaft „sitzenbleiben“.
2.2 Insektenjäger: Bienenwolf, Wespen, Hornissen
Neben Vögeln greifen spezialisierte Insektenjäger aktiv Bienen oder Brut an.
Bienenwolf (Philanthus triangulum)
Der Bienenwolf ist eine Grabwespe, die Honigbienen im Flug packt, mit einem Stich lähmt und in selbst gegrabene Erdröhren einträgt. Dort dienen die Bienen dem Nachwuchs als Nahrung. In sandigen Böden mit offenen Flächen entstehen mitunter größere Kolonien.
- Der Bienenwolf wirkt auf Imker oft bedrohlich, gehört jedoch zum natürlichen Artenspektrum.
- Starke Völker verkraften den Entzug einiger Flugbienen ohne Probleme.
- Bedenken Sie: Bienenwölfe tragen zu einem vielfältigen Ökosystem bei, das insgesamt die Gesundheit vieler Insektenarten stützt.
Wespen (Vespula, Dolichovespula)
Kurze, massive Übergriffe durch Wespen an schwachen oder weisellosen Völkern zählen zu den klassischen Sommer‑ und Spätsommerproblemen.
- Wespen suchen primär nach süßen Nahrungsquellen, räumen aber auch geschwächte Völker aus.
- Offene Futterquellen, klebrige Gerätschaften oder Honigwaben ohne Schutz steigern den Druck durch Räuberei.
Hornissen (Vespa crabro)
Die heimische Hornisse steht unter Schutz. Sie jagt zwar Bienen, hält aber parallel viele andere Schadinsekten in Schach.
- Einzelne Hornissen vor der Beute gehören in ein intaktes Ökosystem.
- Große Probleme entstehen vor allem durch invasive Verwandte, allen voran die Asiatische Hornisse.
3. Parasiten und Krankheitserreger – die unsichtbaren Hauptgegner
Wenn Sie erfahrene Imkerinnen und Imker fragen: Wer ist der größte Feind der Biene?, hören Sie fast immer denselben Namen – die Varroamilbe. Zusammen mit Viren und anderen Krankheitserregern bildet sie den Kern der heutigen Bienengesundheitsprobleme.
3.1 Varroamilbe – Hauptfeind der modernen Honigbiene
Die Varroa destructor stammt ursprünglich von der östlichen Honigbiene (Apis cerana) und gelangte im 20. Jahrhundert zu Apis mellifera. In unseren Breiten überlebt kein unbetreutes Volk dauerhaft ohne Varroamanagement.
Schadwirkung:
- Adulte Milben saugen Hämolymphe und Fettkörper von Bienenlarven und erwachsenen Bienen.
- Sie übertragen Viren wie Flügeldeformationsvirus (DWV).
- Die Lebensdauer der Winterbienen sinkt, Völker brechen im Spätherbst oder Winter zusammen.
Anzeichen eines Varroaproblems:
- Verkrüppelte Flügel, kleinere oder zittrige Bienen.
- Löchrige, unruhige Brutnester.
- Starker Milbenfall auf Diagnoseschiebern.
3.2 Bienenlaus und weitere Parasiten
Bienenlaus (Braula coeca)
Die Bienenlaus ist ein flügelloses Insekt, das sich auf Königin und Arbeiterinnen setzt und sich von Nahrungsresten ernährt. Früher trat sie häufiger auf, hat heute aber durch moderne Varroabehandlungen und verbesserte Hygienemaßnahmen stark an Bedeutung verloren.
Tracheenmilbe (Acarapis woodi)
Diese Milbe befällt die Atemwege der Bienen. In einigen Regionen spielt sie nur eine geringe Rolle, kann aber bei hoher Belastung Flugfähigkeit und Lebensdauer senken.
Nosema, Amöben, Pilze
Mikroorganismen wie Nosema ceranae beeinträchtigen Verdauung und Energiehaushalt. Durchfallerkrankungen, Flecken vor der Beute und reduzierte Volksstärke geben Hinweise.
Für alle diese Parasiten gilt: Saubere Beutentechnik, guter Futterstrom und robuste Genetik nehmen vielen Erregern die Grundlage. Hochwertige, leicht zu reinigende Beuten wie unsere beschichteten Kunststoffmagazine erleichtern die regelmäßige Desinfektion und sorgen für trockene, zugfreie Bruträume. Einen Überblick über passende Modelle erhalten Sie in der Kategorie beschichtete Beuten von Seip.
4. Invasive Feinde der Biene – allen voran die Asiatische Hornisse
In den vergangenen Jahren rückt eine neue Art in den Fokus: die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Sie jagt Honigbienen gezielt an Beutenfronten und gilt in vielen Regionen Europas inzwischen als etablierter Feind. Aktuelle Behördenmeldungen aus Deutschland und Nachbarländern zeigen, dass sich die Art trotz intensiver Bekämpfung schnell ausbreitet und in immer mehr Regionen auftaucht.
4.1 Jagdverhalten und Schäden am Bienenstand
Die Asiatische Hornisse arbeitet hoch effizient:
- Sie positioniert sich vor den Fluglöchern und greift heimkehrende Sammelbienen im Flug.
- Sie zerlegt die Biene, nimmt vor allem den Brustmuskel mit hohem Proteingehalt mit ins Nest.
- Studien zeigen, dass Honigbienen einen beträchtlichen Teil des Proteinbedarfs einer Vespa‑velutina‑Kolonie decken – viele andere Bestäuber leiden ebenfalls unter dieser Räuberin.
Für das Bienenvolk bedeutet das:
- Flugbienen meiden das Ausfliegen, wenn Asiatische Hornissen vor dem Flugloch patrouillieren.
- Pollen‑ und Nektareintrag gehen zurück.
- Wintereinfütterung und Brutaufzucht leiden, Völker bauen schwächer auf.
4.2 Management der Asiatischen Hornisse in der Praxis
In Deutschland stufen Behörden die Asiatische Hornisse inzwischen als etabliert ein und setzen auf Management statt vollständiger Ausrottung. Für Sie als Imker kommt es vor allem auf frühe Erkennung und gezielte Abwehr am Bienenstand an.
Schritte für den Alltag:
Beobachtung
- Flugbetrieb regelmäßig prüfen: Sammeln sich dunkle Hornissen in der Luft vor den Fluglöchern?
- Verdächtige Tiere fotografieren und an zuständige Naturschutzstellen oder Meldeportale senden.
Standortmanagement
- Beuten nicht dauerhaft in exponierten Lagen ohne Sichtschutz aufstellen.
- Hecken, Büsche oder Schutzzäune reduzieren die freie „Anflugschneise“ der Hornissen.
Technische Abwehrmaßnahmen
- Mäusegitter und Fluglochverengungen mit passender Maschenweite schützen nicht nur vor Nagern, sondern erschweren auch Hornissen die Jagd direkt im Flugloch.
- Spezielle Schutzkäfige wie STOP-IT-MAX vor das Flugloch verhindern die Flugparalyse. Diverse Experten bescheinigen die hohe Wirksamkeit dieses Käfigs im Vergleich mit anderen “Maulkörben”
- Ergänzend stehen Ihnen verschiedene Fallen‑ und Lockstoffsysteme zur Verfügung. Sehen Sie sich dafür den Bereich Asiatische Hornisse – Fallen und Lockmittel an, in dem Sie unter anderem die Falle VespaCatch und passende Lockstoffe finden.
Nestaufspürung und Koordination
- Spezielle Nestsuch‑Sets und Monitoringfallen helfen, Nester in der Umgebung aufzuspüren. Wir führen hierfür das Velutina Nestsucher Kit Pro und passende Lockmittel wie VeluTractive, die Sie in der oben genannten Kategorie finden.
- Nestbekämpfung gehört in die Hände geschulter Fachkräfte und örtlicher Behörden. Konsultieren Sie örtliche Imkervereine und Naturschutzbehörden, wenn Sie einen Nestverdacht haben.
Mit durchdachtem Management lässt sich der Druck durch Vespa velutina mindern, auch wenn eine vollständige Verdrängung der Art nach aktuellem Stand unrealistisch erscheint.
5. Weitere Feinde der Biene – eine systematische Übersicht
Die klassische Frage aus Schule und Grundwissen „5 Feinde der Biene“ bietet einen praktischen Einstieg, um die wichtigsten Gruppen zu strukturieren. In der Realität existiert eine Vielzahl weiterer Gegner, die sich grob folgenden Kategorien zuordnen lassen:
| Kategorie | Typische Feinde / Belastungen | Angriffspunkt am Bienenvolk |
|---|---|---|
| Räuber (Wirbeltiere) | Vögel (Bienenfresser, Meisen), Kleinsäuger | Flugbienen, Waben, Beuten |
| Räuber (Insekten, Spinnen) | Wespen, Hornissen, Bienenwolf, Spinnen | Flugbienen, schwache Völker, Standumgebung |
| Parasiten | Varroamilbe, Tracheenmilbe, Bienenlaus | Brut, erwachsene Bienen |
| Krankheitserreger | Viren, Bakterien, Pilze (z. B. Nosema) | Verdauung, Immunsystem, Brut |
| Invasive Arten | Asiatische Hornisse, exotische Milben oder Käfer | Flugbienen, Brut, Standumgebung |
| Umweltstress / Mensch | Pestizide, Monokulturen, Habitatverlust, Klimastress | Orientierung, Immunsystem, Futterversorgung, Nachwuchs |
Für Einsteiger in der Grundschule oder weiterführende pädagogische Materialien lassen sich daraus leicht Arbeitsblätter „Feinde der Biene“ ableiten, die die Gruppen Räuber, Parasiten, Krankheiten, invasive Arten und Umwelteinflüsse anschaulich darstellen. Für Sie als Imker geht dieser Ratgeber bewusst tiefer und übersetzt dieses Basiswissen in konkrete Handlungsoptionen.
6. Vom Menschen verursachte Gefahren – Pestizide, Lebensraumverlust, Klimawandel
Neben der unmittelbaren Frage „Was sind die Feinde der Biene?“ rückt in den vergangenen Jahren verstärkt der Einfluss des Menschen in den Fokus. Für die Praxis entscheidet sich die größte Bedrohung für Bienen selten an einem Einzelfaktor, sondern am Zusammenwirken mehrerer Belastungen.
6.1 Pflanzenschutzmittel und Umweltgifte
Systemische Insektizide, Herbizide und Fungizide beeinflussen Orientierung, Lernfähigkeit und Immunsystem der Honigbiene. Subletale Dosen schwächen Völker, ohne sofort sichtbare Vergiftungsbilder zu erzeugen.
Was Sie als Imker tun:
- Gute Kommunikation mit Landwirten vor Ort, vorausschauende Abstimmung von Spritzterminen und Flugzeiten.
- Nutzung von Trachtquellen in weniger belasteten Regionen, gegebenenfalls Wandern zu geeigneten Standorten.
- Konsequente Futterkontrolle bei Verdacht auf Zuckersirup oder Honigtau aus belasteten Kulturen.
6.2 Lebensraumverlust und Trachtlücken
Intensiv genutzte Flächen mit wenigen Blühpflanzen verlängern Trachtlücken und verstärken die Konkurrenz zwischen Honigbienen und anderen Bestäubern.
- In solchen Regionen gewinnen strukturreiche Beutenstände mit angelegten Blühflächen, Hecken und Wasserstellen an Bedeutung.
- Als Imker tragen Sie mit regionalem Engagement, Blühpatenschaften oder eigenen Blühflächen aktiv zur Verbesserung des Lebensraums der Biene bei.
6.3 Klimawandel und Extremwetter
Extreme Wetterlagen, verschobene Blühphasen und längere Wärmeperioden verändern die Dynamik von Feinden der Biene:
- Milbenpopulationen wachsen durch längere Brutperioden stärker an.
- Invasive Arten wie die Asiatische Hornisse finden nördlichere Regionen vor, in denen sie überwintern.
- Späte Trachten und unerwartete Trachtabbrüche erschweren Futterplanung und Wintervorbereitung.
Gute Imkerarbeit bedeutet heute, witterungsabhängig und flexibel zu handeln, regelmäßige Kontrollen einzuplanen und Futterreserven durch hochwertige Bienenfutterprodukte wie unser Apifonda Futterteig rechtzeitig aufzustocken.
7. Abwehrstrategien in der Praxis – so stärken Sie Ihre Völker
Die Liste der Gegner wirkt auf den ersten Blick lang. In der täglichen Arbeit lassen sich viele dieser Probleme mit einigen klaren Grundprinzipien sehr gut in den Griff bekommen.
7.1 Starke Völker – die beste Verteidigung
Starke Völker schützen sich selbst am besten. Ein dichter Bienenbesatz am Flugloch, ausreichend Ammen‑ und Putzbienen im Inneren und eine leistungsfähige Königin bilden die Basis.
Praxisempfehlungen:
- Frühjahrsdurchsicht nutzen, um schwache Einheiten zusammenzulegen.
- Rechtzeitig Ableger bilden, zum Beispiel mit 5‑Waben‑Ablegermagazinen, um Reservevölker aufzubauen. In unserem Sortiment finden Sie geeignete Systeme in der Kategorie 5‑Waben‑Ablegermagazine.
7.2 Systematische Varroakontrolle und Behandlung
Ein zentrales Element, um die Biene und ihre Feinde im Griff zu behalten, bleibt die gezielte Varroabekämpfung:
- Regelmäßige Milbenkontrolle über Gemülldiagnose und Auszählung.
- Koordinierte Sommer‑ und Winterbehandlungen mit zugelassenen Präparaten.
7.3 Füttern, Tränken, Unterstützen
Gut ernährte Völker verlässigen sich auf stabile Brutnester und leistungsfähige Ammenbienen. Futtermanagement spielt deshalb in der Feindabwehr eine zentrale Rolle.
- Ausreichende Wintereinfütterung mit qualitativ hochwertigem Futter.
- Überbrückung von Trachtlücken mit Flüssigfutter oder Futterteig.
- Bereitstellung von Bienen‑Tränken, die sicher und bienengerecht aufgebaut sind – etwa mit speziellen Bienentränken aus unserem Bereich Bienentränken.
- Proteinunterstützung im Frühjahr durch Pollenersatzfutter, wenn die natürliche Pollenversorgung schwächelt. Eine Option bietet unser gentechnikfreies Sojapoll im Bereich Pollenersatz‑Futter.
Mit dieser Grundversorgung schaffen Sie die Voraussetzungen, dass Ihre Völker äußeren und inneren Feinden stabil begegnen.
8. Biene und ihre Feinde in der Bildungsarbeit – Wissen weitergeben
Viele Suchanfragen wie „Feinde der Biene Grundschule“, „Feinde der Biene Arbeitsblatt“ oder „Biene Besonderheiten“ zeigen, wie stark das Thema in Schulen und Umweltbildung verankert ist. Als familiengeführter Betrieb mit eigenem Ladengeschäft und Schulungskonzepten wissen wir, wie wichtig anschauliche Vermittlung ist.
8.1 Kernbotschaften für Einsteiger und Kinder
Wer Kindern etwas von der Biene und ihren Feinden erklärt, profitiert von einfachen Beispielen:
- Die Biene sammelt Nektar und Pollen, versorgt damit das Volk und bestäubt Pflanzen.
- Einige Tiere fressen Bienen (z. B. Vögel oder der Bienenwolf).
- Parasiten wie die Varroamilbe sitzen direkt auf der Biene oder in der Brut und machen sie krank.
- Der Mensch hilft oder schadet – je nachdem, wie er mit Landschaft, Pflanzenschutz und Imkerei umgeht.
Arbeitsblätter, Schaukastenbeuten und Beobachtungsstände bieten einen direkten Zugang. In unserer Kategorie Schaukästen für Schulungszwecke finden Sie dazu passende Systeme, mit denen Sie Biene und Feinde sicher und live zeigen.
8.2 Praxisnahe Bildungsprojekte
Für Imkervereine und Schulen lohnt sich ein didaktisch abgestimmter Ansatz:
- Schulbienenstand mit betreuter Patenschaft.
- Gemeinsame Varroadiagnose unter Anleitung, um zu verstehen, warum diese Milbe als größter Feind gilt.
- Exkursionen zu Blühflächen, um Beziehung zwischen Biene Lebensraum, Trachtangebot und Feinddruck zu zeigen.
- Sensibilisierung für invasive Arten wie die Asiatische Hornisse – inklusive Meldewege und Umgangsempfehlungen.
Durch solche Projekte wächst eine Generation heran, die die Rolle der Biene erkennt, die Bedeutung eines intakten Ökosystems versteht und verantwortungsvoll mit der Biene und ihren Feinden umgeht.
FAQ: Häufige Fragen zu Biene und ihre Feinde
Was ist die größte Bedrohung für Bienen?
In der heutigen Imkerei gilt die Varroamilbe als größte Bedrohung für Honigbienen. Sie schwächt Brut und erwachsene Bienen, verkürzt die Lebensdauer der Winterbienen und löst ohne wirksame Varroastrategie ganze Völker auf. Parallel verstärken Trachtlücken, invasive Arten wie die Asiatische Hornisse und der Klimawandel den Druck auf die Bienen. Entscheidend bleibt deshalb ein durchdachtes Gesundheitsmanagement mit regelmäßiger Varroakontrolle, guter Fütterung und standangepassten Beuten.
Was sind die Feinde der Biene?
Zu den wichtigsten Feinden der Biene zählen Räuber wie Vögel (zum Beispiel Bienenfresser), Insektenjäger wie Bienenwolf, Wespen und Hornissen, Parasiten wie Varroamilbe, Bienenlaus und Tracheenmilbe, Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Pilze, invasive Arten wie die Asiatische Hornisse sowie menschengemachte Belastungen durch Pestizide, Lebensraumverlust und Klimastress. In der Summe dieser Faktoren entsteht der Druck, dem Bienenvölker heute gegenüberstehen.
Wer ist der größte Feind der Biene?
Der größte einzelne Feind der Honigbiene ist die Varroa destructor. Sie saugt an Brut und erwachsenen Bienen, überträgt Viren und schwächt das Immunsystem. Ohne gezielte Varroabehandlung bricht der Großteil aller Völker in Mitteleuropa nach wenigen Jahren zusammen. Deshalb nehmen Diagnose und Behandlung der Varroamilbe in jedem guten Ratgebertext zu „Biene und ihre Feinde“ einen zentralen Platz ein.
Was ist die 3-3-3-Regel für Bienen?
Die 3‑3‑3‑Regel für Bienen dient als einfache Merkhilfe für mehr Bienenschutz im Alltag: Drei Quadratmeter Blühfläche im Garten oder auf dem Balkon, drei unterschiedliche Blühpflanzen mit unterschiedlichen Blühzeiten und drei Jahre Geduld, bis sich ein stabiler, insektenreicher Lebensraum entwickelt. Auch wenn diese Faustregel keine gesetzliche Norm darstellt, unterstützt jede dauerhaft angelegte Blühfläche die Honigbiene und viele Wildbienen, reduziert die Wirkung von Feinden durch besseres Futterangebot und stärkt das gesamte Ökosystem.
Was fressen Bienen?
Honigbienen ernähren sich von Nektar, Honigtau und Pollen. Nektar und Honigtau liefern Zucker als Energiequelle, Pollen versorgt Bienen mit Proteinen, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen. Auf der Basis dieser Nahrung produzieren Bienen Honig, Wachs, Pollenbrote und Gelee Royale. Ein vielfältiges Blütenangebot über die gesamte Saison stärkt die Widerstandskraft der Völker gegen Feinde wie Varroamilbe, Asiatische Hornisse oder Wespen, da gut ernährte Bienen ein leistungsfähigeres Immunsystem besitzen.
Welche Vögel fressen Bienen?
Verschiedene Vogelarten nutzen Honigbienen als Nahrungsquelle. Besonders bekannt ist der Bienenfresser, der Bienen, Wespen und andere stechende Insekten im Flug erjagt. Außerdem verzehren Meisen, Spatzen, Schwalben und Mauersegler gelegentlich Bienen, vor allem träge Tiere an der Beutenfront. Für stabile Völker stellt der Raub durch Vögel allerdings bei weitem nicht dieselbe Gefahr dar wie Parasiten oder Pestizide, sondern bleibt Teil des natürlichen Gleichgewichts im Lebensraum der Biene.
Was sind 5 Feinde der Biene?
Eine oft genannte Übersicht „5 Feinde der Biene“ umfasst: Varroamilbe, Wespen und Hornissen (einschließlich Asiatischer Hornisse), Bienenwolf, Krankheitserreger wie Viren oder Nosema sowie Umweltfaktoren wie Pestizide und Lebensraumverlust. Diese Einteilung eignet sich gut für Unterrichtsmaterial oder ein Arbeitsblatt „Feinde der Biene“, lässt sich jedoch in der Praxis beliebig erweitern, etwa um die Bienenlaus, Vögel oder weitere invasive Arten.